Mo

08

Dez

2014

Alles steht still!

Die Witterung macht weitere Maurerarbeiten am Gebäude unmöglich, daher sind die Bauleute erst einmal abgezogen, stehen aber sofort wieder auf der Baustelle, wenn es wärmer wird.

 

Aber das sei auch gewiss ..: Das Auge des Gesetzes sieht alles, auch wenn keine Lampen mehr am Bauzaun hängen …

 

Fr

28

Nov

2014

Das Abbeizen hat ein Ende!

Mittlerweile sind die Abbeizarbeiten an der Fassade nahezu abgeschlossen. Und es kamen hierbei zahlreiche unerwartete Details zu Tage ..:  

 

Zahlreiche Schmuckelemente, aber auch die ein oder andere unerklärliche Fehlstelle, die darauf hindeutet, dass im Laufe der Jahre Umbauten auch an der Fassade erfolgten, die man erst nach Entfernen der Farbbeschickung erkennen kann.

 

Wo kommen die Schieferplatten her, die die Vorväter als Gesaimsabdeckung verwendet haben?

 

Zeugen die nachträglichen Aufmauerungen in einer Nische zum sog. großherzöglichen Wartesaal von einer Entlüftung einer eigenen Toilettenanlage oder hatte der Großherzog einen eigenen Ofen mit Schornstein an dieser Stelle ?

 

Die Faschen sind aus Fertigbetonteilen (1870!) und weisen zum Teil doch reparaturbedürftige Fehlstellen auf. Nur: wir haben bisher keinen Fachmann gefunden, der die Einschalung für die Neuteile so filigran hin bekäme wie unsere Vorväter, mit einer Widerlagerkonstruktion im Mauerwerk, Tropfkante unterhalb der Sohlbank.

 

Und warum haben unsere Vorväter im 2. Obergeschoss auf einmal andere Konstruktionen für die Faschen verwendet? Hieß es schon damals, dass man nur da vom Feinsten baue, wo der Betrachter auch genau hinschauen kann ?

 

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

im Auftrag

 

 

Lars Prahler

Leiter Bauamt

und 2. Stadtrat

 

Do

13

Nov

2014

Was machen mit den Fliesen...?

Die schönen Fliesen im Eingangsberreich und den anschließenden Fluren stammen aus Boizenburg und sind nicht, wie bisher angenommen, aus der Entstehungszeit, sondern aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, also aus der Phase des ersten Umbaus des Bahnhofs. Soviel wissen wir inzwischen, weil wir einen entsprrechenden Aufdruck auf der Unterseite einer Fliese gefunden haben.

Leider hat die Firma aus Boizenburg, die die Fliesen damals hergestellt hat und deren Rechtsnachfolger ja noch immer existiert, wenig Interesse gezeigt, uns bei der anstehenden Aufgabenstellung zu unterstützen. Denn wir müssen eine Lösung finden, in dem Bereich, in dem der Untergrund aus Stampfbeton aufgrund des Alters hohl bzw. mürbe geworden ist, die Fliesen zu lösen, Ausbesserungen am Untergrund vorzunehmen und anschließend die alten Fliesen neu zu verlegen. Wo das nicht mehr geht, müssten wir die Fliesen ersetzen. Aber wie das tun, ohne den historischen Gesamteindruck  zu gefährden.

Fliesenlegermeister Tiek aus Börzow haben wir zu dieser auf die Baustelle eingeladen. Und er hatte uns Tipps gegeben und auch Hoffnung gemacht, dass das zu schaffen sei. Vielen Dank dafür!

Aktuell laufen die restlichen Abbeizungen und Reinigungen an der östlichen Fassadenseite und die Maurer arbeiten inteniv am Austausch von Steinen im Verblendmauerwerk. Mit dem Tischler sind die Werkzeichnungen für die Fenster abgestimmt und auch eine Lösung dafür gefunden worden, wie man historische Türen mit geänderte Öffnungsrichtung so anpasst, dass die Optik beibehalten bleibt, keine Wasser von außen eintreten kann und auch keine Stolpergefahr durch irgendwelche Schlagleisten entstehen.