BürgerBahnhof mit Kaffe und Führungen

Grevesmühlen. Es ist zwar schon einige Jahr her, dass die Fahrkarten im alten Bahnhofsgebäude verlauft wurden. Erinnern können sich jedoch noch viele Grevesmühlener an diese Zeiten. Und um diese Erinnerungen wieder aufzufrischen, gab es am Freitag Führungen durch den Bahnhof. Die Stadt hatte zur Besichtigung geladen. Ein Bericht von Dana Dolata von den LN: (http://www.ln-online.de/Lokales/Nordwestmecklenburg/Zahlreiche-Grevesmuehlener-nutzten-die-Fuehrungen)

Der Kerngedanke dieser Veranstaltung war es, den Ist-Zustand des Gebäudes einmal unter die Lupe zu nehmen zu lassen: zudem etwas zur Geschichte und zur Zukunft zu erfahren. In einem der Räume wurde eine multimediale Ausstellung präsentiert. Grundrisse über Grundrisse fanden sich da neben einem Video zur ersten „BürgerBahnhof“- Veranstaltung im September 2012. Damals rief die Stadt zur Ideenfindung auf, wie der Bahnhof künftig genutzt werden könnte. Besucher über Besucher strömten am Freitag in das alte Bahnhofsgebäude. Von 14 bis 18 Uhr sahen sie sich auf allen Etagen genauer um.

„Ich bin alle Räume einmal abgelaufen und wünsche mir, dass bald wieder Leben in die Bude kommt“, sagte Ramona Ulrichs (35) aus Grevesmühlen. Kristin Zschieschang (33) erklärte, dass eine repräsentative Neugestaltung des Bahnhofes wirklich wichtig sei. „Der Bahnhof ist das Erste, was Grevesmühlen-Besucher von der Stadt sehen.“

„Die Reaktionen, die ich bisher gehört habe, bescheinigen, dass die Bürger sich darüber freuen, dass hier etwas passiert“, sagte Bürgermeister Jürgen Ditz, der mit der Resonanz zu den Führungen mehr als zufrieden war. Bauamtsleiter Lars Prahler gehörte zu denjenigen, die die Besucher durch das Haus begleiteten. „Für ein Geschoss haben wir sogar schon einen Mieter“, erklärte er. „Wir saßen sogar schon über den Grundrissen und haben überlegt, wie es später einmal werden könnte.“ Jetzt sei der richtige Zeitpunkt für eine Bewerbung“, machte Bürgermeister Jürgen Ditz deutlich. Denn die potenziellen Mieter hätten zu diesem Zeitpunkt noch die Möglichkeit, beim Bau mitzureden. Derzeit sucht die Stadt unter anderem nach einem Betreiber für das Hostel- oder Fahrradhotel.

„Es ist toll, dass es die Idee gibt, hier ein Hostel zu betreiben, nur muss sich dafür auch ein Betreiber finden — einer, der davon leben kann“, bemerkte Burkhard Filter (53) aus Grevesmühlen. Der Mitarbeiter der Finanzabteilung der Stadt bot ebenfalls Führungen durch das Haus an. Apropos Finanzen: Die Stadt lotet gerade die Fördermöglichkeiten für den Umbau aus. Auch wird gerade eine europaweite Ausschreibung für Planungsleistungen vorbereitet. „Da die Baukosten so hoch sind, schreiben wir es europaweit aus“, sagte Jürgen Ditz. Er hofft, dass Ende des Jahres beziehungsweise Anfang des nächsten Jahres mit dem Bau begonnen werden kann und das Objekt Ende 2014/Anfang 2015 fertig umgestaltet ist.

 

Autorin : D. Dolata (http://www.ln-online.de/Lokales/Nordwestmecklenburg/Zahlreiche-Grevesmuehlener-nutzten-die-Fuehrungen)

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