Was machen mit den Fliesen...?

Die schönen Fliesen im Eingangsberreich und den anschließenden Fluren stammen aus Boizenburg und sind nicht, wie bisher angenommen, aus der Entstehungszeit, sondern aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, also aus der Phase des ersten Umbaus des Bahnhofs. Soviel wissen wir inzwischen, weil wir einen entsprrechenden Aufdruck auf der Unterseite einer Fliese gefunden haben.

Leider hat die Firma aus Boizenburg, die die Fliesen damals hergestellt hat und deren Rechtsnachfolger ja noch immer existiert, wenig Interesse gezeigt, uns bei der anstehenden Aufgabenstellung zu unterstützen. Denn wir müssen eine Lösung finden, in dem Bereich, in dem der Untergrund aus Stampfbeton aufgrund des Alters hohl bzw. mürbe geworden ist, die Fliesen zu lösen, Ausbesserungen am Untergrund vorzunehmen und anschließend die alten Fliesen neu zu verlegen. Wo das nicht mehr geht, müssten wir die Fliesen ersetzen. Aber wie das tun, ohne den historischen Gesamteindruck  zu gefährden.

Fliesenlegermeister Tiek aus Börzow haben wir zu dieser auf die Baustelle eingeladen. Und er hatte uns Tipps gegeben und auch Hoffnung gemacht, dass das zu schaffen sei. Vielen Dank dafür!

Aktuell laufen die restlichen Abbeizungen und Reinigungen an der östlichen Fassadenseite und die Maurer arbeiten inteniv am Austausch von Steinen im Verblendmauerwerk. Mit dem Tischler sind die Werkzeichnungen für die Fenster abgestimmt und auch eine Lösung dafür gefunden worden, wie man historische Türen mit geänderte Öffnungsrichtung so anpasst, dass die Optik beibehalten bleibt, keine Wasser von außen eintreten kann und auch keine Stolpergefahr durch irgendwelche Schlagleisten entstehen.