Das Abbeizen hat ein Ende!

Mittlerweile sind die Abbeizarbeiten an der Fassade nahezu abgeschlossen. Und es kamen hierbei zahlreiche unerwartete Details zu Tage ..:  

 

Zahlreiche Schmuckelemente, aber auch die ein oder andere unerklärliche Fehlstelle, die darauf hindeutet, dass im Laufe der Jahre Umbauten auch an der Fassade erfolgten, die man erst nach Entfernen der Farbbeschickung erkennen kann.

 

Wo kommen die Schieferplatten her, die die Vorväter als Gesaimsabdeckung verwendet haben?

 

Zeugen die nachträglichen Aufmauerungen in einer Nische zum sog. großherzöglichen Wartesaal von einer Entlüftung einer eigenen Toilettenanlage oder hatte der Großherzog einen eigenen Ofen mit Schornstein an dieser Stelle ?

 

Die Faschen sind aus Fertigbetonteilen (1870!) und weisen zum Teil doch reparaturbedürftige Fehlstellen auf. Nur: wir haben bisher keinen Fachmann gefunden, der die Einschalung für die Neuteile so filigran hin bekäme wie unsere Vorväter, mit einer Widerlagerkonstruktion im Mauerwerk, Tropfkante unterhalb der Sohlbank.

 

Und warum haben unsere Vorväter im 2. Obergeschoss auf einmal andere Konstruktionen für die Faschen verwendet? Hieß es schon damals, dass man nur da vom Feinsten baue, wo der Betrachter auch genau hinschauen kann ?

 

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

im Auftrag

 

 

Lars Prahler

Leiter Bauamt

und 2. Stadtrat