Östlich des Bahnhofsgebäudes befinden sich die Anlagen des Güterbahnhofes- Noch vor einigen Jahren herschte hier Hektik bei der Abfertigung der Güterwagen. Früher erfolgten die Be-und Entladearbeiten auf dem Güterbahnhof durch Pferdegespanne. Seit Mitte der Fünfziger Jahre wurden diese dann zunehmend durch Traktoren oder Lastwagen ersetzt.

 

Eine hohe Steinmauer begrenzte damals den Güterbahnhof und bot einen Lärm und Sichtschutz für Anwohner der angrenzenden Straßen. Teile davon sind noch heute am Gebhartweg erhalten.

 

In Nähe des Bahnhofs befindet sich ein Fachwerkhaus, welches um 1900 vom Lokschuppen zum Wohnhaus umgenutz wurde.

 

Daneben befindet sich seit 1925  ein jüngerer Anbau, ein Ziegelsteinhaus  mit einem Eingang. Diese nutzte der damalige stellvertretdende Bahnhofsvorsteher mit seiner Familie. Gleich hinter dem Wohnhaus stand ein großer Gaskessel, welcher den "Klützer Kaffebrenner" mit Leuchtgas versorgte.

 

In östlicher Richtung befinden sich zwei frühere Güterschuppen. Sie besaßen zur Bahnhofsseite einen unmittelbaren Gleisanschluss und verfügten über beidseitige Verladerampen, welche jedoch nicht mehr vorhanden sind.

 

Der erste Schuppen wurde vom Bahnspediteur August Wilms gebaut und während der dreißiger und vierziger Jahre genutzt. Eine spätere Nutzung erfolgte durch den VEB Kraftverkehr und die Spedition Grevesmühlen, in den neunziger Jahren dann die Fenster- und Türen- Firma Schliecker.

 

Das zweite Gebäude ist wesentlich größer, dies war der eigentliche "Güterboden". Zur Bahnhofsseite erstreckte sich ein zweigeschossiger Wohn- und Büroteil, an welchem sich der "Güterboden"anschloss. Noch heute sind die vier großen Türen erkennbar,welche den Zugang zu den Verladerampen ermöglichen.

 

Der Güterboden wurde bereits in den achtziger Jahren von der damaligen Deutschen Reichsbahn verkauft.