Die Klützer Eisenbahn

Die Bahnstrecke Grevesmühlen–Klütz war eine 1905 eröffnete, nicht elektrifizierte Nebenbahn im Nordwesten Mecklenburg-Vorpommerns. 2006 wurden die Gleise abgebaut. Die auch „Kaffeebrenner“ oder „Klützer Kaffeebrenner“ genannte Strecke soll zur Schmalspurbahn umgebaut werden.

Die Strecke wurde am 6. Juni 1905 eröffnet. Ende der 1930er Jahre plante die Luftwaffe, die Strecke über Boltenhagen in die Erprobungsstelle Tarnewitz zu verlängern. Zur Umsetzung des Vorhabens kam es jedoch nicht.[1]

Die Fahrzeit im Personenverkehr betrug 1929 rund 40 Minuten bei drei Zugpaaren täglich und 1975 knapp 30 Minuten. Damals verkehrten werktags vier Personenzugpaare auf der Strecke. Die Strecke hatte bis 1992 die Kursbuchnummer 783, anschließend die Nummer 153.

Am 1. Januar 1994 wurde der Güterverkehr eingestellt. Im Mai 1995, kurz vor dem 90-jährigen Bestehen der Strecke, wurde auch der Personenverkehr abbestellt. 1996 wurde die Klützer Ostsee-Eisenbahn (KOE) gegründet, die ab dem 6. Juni 1997 touristischen Verkehr mit historischen Dampflokomotiven, Diesellokomotiven und Triebwagen anbot. Dieser Betrieb wurde 2005 aufgrund von Problemen der KOE mit ihrer Muttergesellschaft beendet. Im August 2006 wurden die Gleise entfernt, um eine Schmalspurbahn mit 600 mm Spurweite zu errichten. Am 10. Juli 2012 wurden die neuen Gleise angeliefert. Im August wird voraussichtlich Baubeginn sein.

Ein privater Investor will bis 2014 die Strecke wieder zum Teil aufbauen. Dann sollen historische Züge zwischen Klütz und Reppenhagen fahren. Zu diesem Zweck sind im Juli 2012 die ersten Schienen aus China in Klütz eingetroffen und werden nun verlegt. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.kluetzerkaffebrenner.de.